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Gewöhnliches Bartgras

(Bothriochloa ischaemum)

VII — IX Home Trockenrasen, Ruderalstellen
30 — 80 cm indigen LC
Ährenstand
Synonyme: Andropogon ischaemum, Dichanthium ischaemum. Hemikryptophyt, planar-sm. Fingerährengras. Die 5 — 9 Ähren entspringen an der Spitze des Stängels, aber nicht von 1 Punkt aus. Die Ähren sind 4 — 8 cm lang. Die Blatthäutchen sind durch einen Haarkranz ersetzt. Die Granne der oberen Deckspelze ist 8 — 16 mm lang und undeutlich gekniet (Lit). Die Art kommt in allen österreichischen Bundesländern vor, tritt aber in Vorarlberg (hier ausgestorben) und Salzburg nur unbeständig auf. Sie ist in der Böhmischen Masse gefährdet, im nördlichen Alpenvorland stark gefährdet (Lit). In Kroatien ist das Gras streng geschützt aber ungefährdet (Lit). In Istrien kommt es fast überall zerstreut vor (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Ährchen, Grannen
 
 
Habitus
Aufnahmen: 26.07.2009 Kamenjak

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1873

"3. A. Ischaemum. L. sp. (A. angustifolius Sm. Gemeines Bartgras.)
Wurzelstock ein walziges, holziges Rhizom, kriechend, rasentreibend; Halme 1—2' hoch, an der Basis geknieet, aufsteigend, zuweilen an den verdickten röthlichen Kniegelenken wurzelnd, dann aufrecht, glatt, kahl. Blätter lineal, rinnig, sammt den Blattscheiden meergrün, oft purpurn überlaufen, zerstreut-langhaarig, die Blattscheiden kahl, das Blatthäutchen ein Wimpernkranz. Aehren lineal, einfach, zu 5 — 12 fingerartig beisammenstehend; Aehrchen grün , oft purpurn - gescheckt; Aehrenspindel, Stielchen der männlichen Blüthe und untere Klappe des sitzenden Aehrchens lang - weissseidig - zottig. Untere Spelze schmallanzettlich, in eine lange, gedrehte, braune Granne auslaufend, die 3—4mal länger als das Aehrchen ist. Narben purpurn. Diese Art ist aus allen fingerährigen Gräsern durch die seidig - zottige Behaarung und lange Begrannung erkennbar.
Juli — Aug.


Auf sonnigem, felsigem Boden, auf Haiden, dürren Wiesen. Von Engelhartszell hinab bis Sarmingstein auf Donaualluvium, im Flugsande der Auen, auf Kiesbänken, auf grussigem , sandigem, lehmigem Boden, auf Gneiss und Granit der Donauuferwände (an Steinbrüchen bei Linz). Auf Quarzsandboden des Dammweges unter der Urfahrkirche. Auf Kalkalluvium der Haide, bei Kleinmünchen, Neubau, Wels, an Eisenbaudämmen und Schottergruben alldort. Bei Kremsmünster längs der Mandelleithen. (Hofstetter.)"

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, I. Band (Seite 8), Linz 1873, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
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 Letzte Bearbeitung 29.11.2025

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